„Welcome Goodbye“: Tourismus in Berlin zwischen Gentrifizierung, Gruppenreisen, Größenwahn –im Kino 8 ½

Logo Welcome Goodbye FilmAm 30. Juni 2020 präsentiert die Akademie für internationales Mobilitäts-, Sport- und Tourismus-Management (AIM e.V.) zum Start ihrer Filmreihe im Kino 8 ½ die Dokumentation „Welcome Goodbye!“, die Hoffnungen und Probleme mit dem wachsenden Tourismus in der Hauptstadt beleuchtet. Beginn ist 20 Uhr.

„Spätestens jetzt wo Reisen wieder möglich werden, ist es an der Zeit, sich mit den Chancen, aber auch den Konsequenzen des Tourismus auseinanderzusetzen. Gerade in Städten spielt der Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle“, sagt Achim Schröder, der Vorsitzende der AIM und Professor für Tourismusmanagement an der htw saar.

Infolge der Corona-Pandemie ist der Tourismus-Sektor eine der besonders betroffenen Branchen. Neue Wege und Potenziale ausfindig zu machen, war möglicherweise noch nie so wichtig wie zum jetzigen Zeitpunkt. Der Konflikt zwischen persönlichen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten auf der einen Seite und gesellschaftlich schädigendem Verhalten auf der anderen, ist hierbei ein Spannungsfeld, das sowohl beim Massentourismus in Berlin, als auch durch die Auswirkungen von Covid-19 deutlich wird. „Welcome Goodbye!“ soll hier ansetzen und lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gestaltung des Neustarts ein.

„Welcome Goodbye“ behandelt die Auswirkungen des Massentourismus in Berlin. Während die Urlauber aus der ganzen Welt anreisen, um die Geschichte der Stadt oder die zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden, zu feiern oder einfach dem Alltag zu entfliehen, ergreifen viele Berlinerinnen und Berliner inzwischen gleichzeitig auf sehr aktive Art und Weise die Initiative, um den Touristen das Gefühl zu vermitteln, nicht willkommen in ihrer Stadt zu sein. „Smash tourism!“ oder „No more Rollkoffer“ prangt es da einem von so mancher Häuserwand entgegen.

Regisseurin Nana A. T. Rebhan umreißt die aktuelle Situation folgendermaßen: „So wie es zurzeit in Berlin aussieht, sah es zuletzt Anfang der 90-Jahre aus. Andererseits ist Corona für die Berliner Clubszene, was der Meteor für die Dinosaurier war. Gibt es Touris, passt’s nicht, gibt’s keine, auch nicht.“ Sie schaltet sich nach der Vorführung zu einer digitalen Podiumsdiskussion hinzu und stellt sich den Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer.

Der Termin stellt gleichzeitig die Premiere der Kooperation zwischen der AIM und dem Kino 8 ½ dar. Künftig werden jedes Semester Dokumentationen gezeigt, die die vielseitigen Facetten des Tourismus aufzeigen und zu einer kritischen Bewertung dieser beitragen sollen.

Mehr Infos: www.welcomegoodbye.de  — www.kinoachteinhalb.dewww.aim-akademie.eu

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